Salzgitter ist eine kreisfreie Großstadt im Südosten von Niedersachsen und besteht in seiner heutigen Form seit 1942. Die Stadt gehört zu den zwanzig flächengrößten Großstädten in Deutschland und besitzt eine Sonderstellung, da sie keine gewachsene Mitte besitzt. Bei Wertermittlungen und Gutachten wird beachtet, dass Salzgitter aus sieben Ortschaften besteht die zusammen 31 Stadtteile haben. Dass die Wurzeln von Salzgitter wesentlich älter sind beweisen die 50.000 Jahre alten sterblichen Reste eines Jägers, die man 1952 fand. Bei Beginn der Arbeiten vom Salzgittersee 1960 fand man beachtliche Reste von Nashorn, Wisent und Mammut im Kiesgrund. Schloss Salder ist das alte Wahrzeichen von Salzgitter. Es wurde im Jahr 1608 im Stil der Weserrenaissance erbaut und das Städtische Heimatmuseum der Stadt. In den fünfziger Jahren wurde die zuletzt herzogliche Domäne für einen symbolischen Kaufpreis von einer Mark gekauft. Die Eigenart des Schlosses wurde durch umfangreiche Sanierungsarbeiten bewahrt und so die Anlage mit Wirtschaftshof und Lustgarten erhalten. Im Museum kann man das Skelett eines Ichthyosaurier, ein Fischsaurier, bewundern. Dieser lebte vor 115 Millionen Jahren und wurde beim Erzbergbau unter Tage entdeckt. Das neue Wahrzeichen von Salzgitter wurde 1995 errichtet – der Turm der Arbeit. Nach zehnjähriger Planung wurde das fast 14 Meter große und mehr als 36.500 Kilo schwere Monument aufgestellt, welches das Leiden der KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter beim Aufbau der Industrie, der Flucht aus der Heimat und dem Aufbau- und Lebenswillen der Menschen in der Stadt.

Für Sachverständige für Immobilien wäre das Schloss Ringelheim eine Herausforderung. Sie besitzt neben einer wertvollen Orgel auch eine 1694 erbaute Barockkirche. Bei Wertermittlungen kaum zu erfassen wäre auch die Kapelle Engerode mit ihren wertvollen gotischen Fresken, die auch als eine der ältesten Wallfahrtskirchen in Norddeutschland gilt oder das Stift Steterburg. Das 1003 gegründete Damenstift, das an die Stelle einer frühmittelalterlichen Burganlage trat. Zu der bedeutendsten Anlage gehört die Burgruine Burg Lichtenberg aus der Zeit Heinrich des Löwen von 1129 bis 1195. Die Burg wurde 1552 zerstört und erst 1950 wieder freigelegt. Nach Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten beherbergt die Anlage eine Dauerausstellung und ein Ausflugslokal befindet sich dort auch. Salzgitter hat noch viele weitere Ausflugsziele wie die Burg Gebhardshagen, die 1186 erstmals urkundlich erwähnt wurde oder Gut Flachstöckheim, welches 1722 erbaut wurde und einen englischen Park und eine Freilichtbühne besitzt. Bei Immobilienbewertungen wird berücksichtigt, dass in Salzgitter bis 1982 Bergbau (Eisenerz) betrieben wurde. In der Stadt war von 1961 bis 1992 die Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltung. Die Behörde erfasste in dieser Zeit rund 42.000 Akte der Gewalt in der damaligen DDR. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat seinen Hauptsitz seit 1997 in Salzgitter und die Stadt kann auch den umschlagstärksten Binnenhafen in Niedersachsen vorweisen. Es gibt hier auch seit 2003 die in Deutschland einzigartige Internationale Junior-Universität, die außerschulische Bildungseinrichtung für Schüler zwischen fünf und achtzehn fördert den künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchs aus der Region.